| Geschichte von Karsdorf | ||
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Erstmals wird der Ort Karsdorf unter dem Namen "Karlestorph" um 1109 erwähnt. Das als fränkisches Gründung an der alten Franken-, Wein- oder Kupferstraße gegründete Karsdorf wird 1109 als Karlestorph urkundlich erwähnt. Es entstand direkt an der Furt durch die Unstrut, zu deren Schutz schon bald eine Burg auf der Hohen Gräte errichtet wurde, die sich zunächst im Besitz der Grafen von Mansfeld befand, dann an die Edlen Herren von Querfurt überging und deren Erbe nach dem Aussterben in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts größtenteils an die Wettiner fiel. Die Forschung geht auch noch von einer zweiten Burgstelle aus.
Mansfelder Grafen bauten zwischen 1317 und 1326 auf einem Felsvorsprung eine Burg um die Unstrutfurt zu beherschen. Dadurch wurde der Ort für die umliegenden Grundherrschaften interessant wie zum Beispiel die Elden von Querfurt, die aber durch den politischen Druck der Markgrafen von Meißen weichen mußten. 1469 wurde das mittlere und untere Unstrutgebiet von Wilhelm III. völlig beherrscht und der Ort Karsdorf wurde zum Amt Freyburg geschlagen sowie zum Landesgerichtsstuhl erhoben. Die erste Unstrutbrücke wurde in dem Freyburger Erbzinsbuch erwähnt. Am 16.11.1793 wurde in Karsdorf eine Schleuse fertiggestellt. Sie ist die erste von 12 weiteren Schleusen. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich Karsdorf vergrößert und seine wirtschaftliche Stellung spiegelte sich im 19. Jh darin wieder, das sie im Ort 2 Jahrmärkte sowie einen Vieh- und einen Roßmarkt abhalten durften. In den 20er Jahren wurde in Karsdorf ein kleines Zementwerk gebaut, das stetig immer größer wurde und heute noch besteht. |
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